Dauerhafte Haarentfernung – Welche Methoden gibt es und wie effektiv sind sie?

Schon im antiken Griechenland gehörte ein haarfreier Körper zum Schönheitsideal – es ist somit keine Erfindung der westlichen Kultur. Besonders im Sommer legen viele Frauen großen Wert darauf, sich haar frei im Bikini zu präsentieren. Die Methode der Haarentfernung spielt dabei eine entscheidende Rolle. So gibt es neben den üblichen Techniken, wie beispielsweise der Rasur, des Entwachsens oder Zupfens, auch moderne Technologien, zum Beispiel die Laser- oder IPL-Therapie. Frauen sollten vor und während der Menstruation vorsichtig sein, da der Körper in dieser Zeit besonders schmerzempfindlich ist.

Bedauerlicherweise ist keine Methode der Haarentfernung wirklich dauerhaft. Die gängigsten Varianten der Haarentfernung sein hier einmal vorgestellt.

IPL Haarentfernung

Ein haarfreier Körper mit glatter Haut gehörte bereits im alten Ägypten oder im antiken Griechenland zum Schönheitsideal. Teilweise galt und gilt übermäßige Körperbehaarung als ungesund, wenig attraktiv oder gar unhygienisch. Die Tradition der Körperrasur ist demnach keine Erfindung der westlichen Kultur. Die Methoden sind allerdings verschieden. Viele Frauen greifen heutzutage auf Rasierapparate, Wachs oder schmerzhafte Epiliergeräte zurück. Diese können die Haut nicht nur reizen, sondern auch verletzen. Dank neuester Techniken ist es jetzt möglich, die Haare zumindest vorübergehend nicht nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise mit der IPL-Technologie. Diese nutzt kurze Lichtimpulse, welche von einer Blitzlichtlampe ausgestrahlt werden, um die Haarfollikel zu veröden und eine erneute Haarbildung zu verhindern.

Wie funktioniert die IPL-Technologie?

IPL-Methode

IPL steht für „Intense Pulse Light“, zu Deutsch Lichtimpuls. Besonders geeignet sind Menschen mit weißer Haut und dunklen Haaren. Das Melanin, ein Pigment das in dunklen Haaren vorhanden ist, leitet das Licht des Blitzgerätes direkt in die Haarwurzel weiter. Diese wird schließlich – durch die umgewandelte Wärme des Lichts in Hitze – verödet, was wiederum ein Nachwachsen der Haare auf Dauer verhindert. Es gibt mittlerweile auch einige Geräte, welche sich für helle Haare eignen, allerdings muss auch hier das Pigment Melanin vorhanden sein.

Tipp: Wenn die zu behandelnde Stelle besonders viele Muttermale hat, sollte man besser eine andere Methode wählen, da das Spektrum des Lichts bei der IPL-Technologie ziemlich groß ist und daher nicht jede kleine Stelle berücksichtigt werden kann.

Achtung: Da es noch keine gesetzlichen Regelungen für den Kauf und die Anwendung von IPL-Geräten gibt, sollte man sich ausschließlich an ausgebildete und erfahrene Ärzte wenden. Auch wenn die Nebenwirkungen und Risiken relativ gering sind, bestehen sie trotzdem. Wer dennoch Geräte zu Hause selbst benutzen möchte, sollte sich im Vorfeld ausreichend darüber informieren und bestenfalls mit einem qualifizierten Arzt sprechen.

Die IPL-Technik ist in der heutigen Zeit wohl das beliebteste Verfahren – besonders in den USA ist sie die gängigste Methode. Sie ist eine Weiterentwicklung der Lasertherapie und wird von Schönheitskliniken, Kosmetikinstituten und Arztpraxen verwendet. Bei der IPL-Technik kommen sogenannte Blitzlampengeräte zum Einsatz. Diese werden auch zur Beseitigung unerwünschter Äderchen oder Altersflecken eingesetzt. Hier kommen allerdings keine Laserstrahlen zum Einsatz, sondern ein hochenergiereiches Licht, welches eine größere Fläche gleichzeitig behandeln kann. Das schädliche UVA-, UVB- und UVC-Licht wird zunächst herausgefiltert und durch die Haare in die Haarwurzel geleitet, wo diese schließlich durch die Hitze verödet wird. Je nach Haut- und Haar-Typ sind mehrere Sitzungen erforderlich, um die Haare permanent zu entfernen. Diese finden jeweils im Abstand von mindestens vier Wochen statt. Die Kosten für eine dauerhafte Haarentfernung mittels Laser belaufen sich auf etwa 50 Euro bis 200 Euro pro Sitzung. Somit ist das IPL-Verfahren wesentlich teurer als herkömmliche Vorgehensweisen.

Warum sind mehrere Sitzungen notwendig?

Es sind ungefähr vier bis acht Behandlungen erforderlich. Dies ist allerdings individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise vom Melanin-Anteil im Haar. Um die Haare permanent zu entfernen, sind mehrere Sitzungen in mindestens vierwöchigen Abständen nötig. Diese müssen wiederholt werden, da nur die Haare in der Wachstumsphase entfernt werden können. Solche, die sich im „Ruhemodus“ befinden, können nicht entfernt werden.

Welche Körperstellen können behandelt werden?

Egal ob Barthärchen, Gesicht, Bikinizone, Intimbereich, Gesäß, Nacken, Bauch, Rücken, Brust, Arme, Beine oder Schultern, dank der hochwertigen Geräte können im Prinzip alle Haare an jeder Körperstelle entfernt werden – auch ein Bart kann in Form gebracht werden. Ausnahmen bilden lediglich Ohren- und Nasenhaare und der Kopf (z.B. eine Glatze), diese sind zu empfindlich für die Blitzlichtgeräte.

Wer ist dafür geeignet bzw. nicht geeignet?

Wie auch bei der Lasertechnik liefert das IPL-Verfahren besonders gute Ergebnisse bei weißhäutigen und dunkelhaarigen Menschen. Bei hellen Haaren ist es schwieriger, da das Pigment Melanin nur schwach vorhanden ist oder gar komplett fehlt. Das im Haar enthaltene Melanin nimmt das Licht besser auf und leitet es direkt in die Haarwurzel weiter, diese wird erhitzt und verödet. Personen die lichtsensibilisierenden Medikamente einnehmen, sollten den Termin verschieben und ihren Arzt kontaktieren. Experten raten außerdem von einer Haarentfernung ab, wenn Patienten unter einer Sonnenallergie leiden. Hautstellen mit Tattoos oder permanentem Make-Up sollten nicht behandelt werden, da es zu thermischen Reaktionen kommen kann.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst werden die entsprechenden Stellen sorgfältig gereinigt und beispielsweise von Make-Up, Cremes oder Schmutzpartikeln gesäubert – dies sollte bestenfalls bereits vorher geschehen. Anschließend werden die Haare abrasiert und die Stelle mit einem speziellen Gel eingerieben. Während der Haarentfernung muss man außerdem eine Schutzbrille tragen, um das Auge vor den Lichtstrahlen zu schützen. Je nachdem wie groß der zu behandelnde Bereich ist, kann eine Behandlung unterschiedlich lange dauern. Während für kleine Härchen an der Oberlippe nur wenige Minuten benötigt werden, können es bei Armen und Beinen schon dreißig Minuten oder mehr sein. Nach der Haarentfernung wird das Gel sorgfältig abgewischt und eine hautschonende und pflegende Creme aufgetragen. Nach frühestens vier Wochen kann die nächste Haarentfernung stattfinden, es können allerdings auch sechs oder gar mehr sein – auf keinen Fall aber weniger als vier Wochen, auch deshalb, da das nicht sichtbare Haar Zeit benötigt, um wieder nachzuwachsen. Sobald sich die Haut beruhigt hat, sind auch Sonnenbäder wieder möglich, allerdings ist darauf zu achten, dass man in der darauffolgenden Sitzung keine Sonnenbräune hat. Die ersten Tage nach der Behandlung sollte man auf ein Sonnenbad verzichten und möglichst nicht in chlorhaltigem Wasser schwimmen.

Vorgespräch

Bei einem seriösen Anwender findet grundsätzlich immer ein Vor- und Beratungsgespräch statt. Dabei werden die Patienten nicht nur über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt, sondern auch über die Kosten. Außerdem testet der Arzt, die Kosmetikerin oder der Hautspezialist die zu behandelnde Stelle, um zu prüfen wie diese auf das Gerät reagiert. Dadurch können die Parameter auf das IPL-Gerät abgestimmt werden.

Vor der Behandlung

Es ist besonders darauf zu achten, dass die Haut am Behandlungstag nicht gebräunt ist, da diese ansonsten Schaden nehmen könnte. Man sollte sich deshalb vor und nach der Behandlung vor starken Sonnenstrahlen schützen – am besten trägt man einen hohen Lichtschutzfaktor auf um die Haut zu schützen. Sollte es dennoch zu einem Sonnenbrand oder einer Bräunung gekommen sein, ist der Arzt darauf hinzuweisen, dann können die Parameter auf das Gerät abgestimmt werden. Des Weiteren sollte man die Haare vor dem Behandlungstag nicht epilieren, beispielsweise mit einer Pinzette oder mit heißem Wachs, denn diese werden erst am Behandlungstag bzw. kurz vorher gekürzt.

Schmerzen

Bei richtiger Anwendung durch einen erfahrenen Arzt, einer Hautspezialistin oder einer Kosmetikerin verursachen Blitzlichtgeräte keine Schmerzen – sie sind sogar schmerzfreier als Lasergeräte. Trotzdem sollte man vorsichtig sein, denn in falschen Händen können diese nicht nur Schmerzen verursachen, sondern es kann auch zu lang anhaltenden Narben kommen. In der Regel fühlt sich das Licht streichelnd und wärmend auf der Haut an.

Risiken

Bei unerfahrenen Ärzten kann es zu Verbrennungen und Narbenbildung kommen. Man sollte auch wissen, dass es beispielsweise Hautflecken, Pigmentartikel und das Zellgewebe beeinflussen oder gar zerstören kann. Nach der Haarentfernung kann es zu einer Hautrötung kommen, diese sollte allerdings kurz darauf, in maximal zwei bis drei Tagen, verflogen sein. Grundsätzlich sind diese Risiken allerdings sehr gering.

Dauerhaft = für immer?

Leider nein. Begriffe wie „dauerhaft“ oder „permanent“ bedeuten in dieser Branche nicht ewig. Die FDA (Food and Drug Administration USA) definiert es als einen Zeitraum, welcher länger als der Haarzyklus in der entsprechenden Region ist. In der Regel können verödete Haarfollikel keine neuen Haare mehr produzieren. Um diese dauerhaft zu entfernen sind 10 bis 15 Behandlungen erforderlich. Dies kommt daher, dass sich bei einer Behandlung lediglich die aktiven und sichtbaren Haare entfernen lassen. Klinische Studien belegen, dass sich in etwa bis zu neunzig Prozent der Haare entfernen lassen. Haare können unter Umständen allerdings wieder nachwachsen, beispielsweise bei Hormonveränderungen oder einer Krankheit. Nach der Behandlung sollte man geduldig sein, auch deshalb, da es möglicherweise am Anfang so aussieht, als würde das Haar weiterwachsen. Die Haut benötigt einige Tage um diese auszustoßen. Je nach Körperregion und der Tiefe, in der die Haarwurzel gelegen hat, kann dies ein bis drei Wochen dauern.

Vorteile der IPL-Technik

Wie bereits erwähnt ist das IPL-Verfahren eine der beliebtesten Haarentfernungstechniken, um Haare permanent zu entfernen. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie verschiedene Vorteile gegenüber den anderen Verfahren, wie beispielsweise der Nadelepilation oder der Lasertechnik hat. Der größte Vorteil ist wahrscheinlich der, dass mit dem IPL-Verfahren ganze Körperregionen behandelt werden können und nicht nur einzelne Haare. Außerdem ist diese Technologie schmerzlos, bei der Lasertechnologie ist dies nicht der Fall. Diese ist zwar beinahe schmerzfrei, allerdings nicht ganz. Durch die Zielgenauigkeit des Lichts, trifft dieses nur die zu behandelnden Haare und schont somit das umliegende Gewebe.

Vorsicht! Jeder darf Blitzlichtgeräte kaufen und diese auch benutzen!

Leider ist der Einsatz von Blitzlichtgeräten noch nicht gesetzlich geregelt, weshalb jeder solche Geräte kaufen und einsetzten darf. Bei Lasergeräten ist dies vollkommen anders: der Anwender muss beispielsweise Arzt sein, einen Laserschutzkurs nachweisen und die Geräte müssen den Anforderungen der MedGV, der Medizingeräteverordnung entsprechen. Da Blitzlichtgeräte mit einem höheren Risiko verbunden sind als Lasergeräte, sollte man deshalb besonders vorsichtig sein.

Hinweis: Bei der Wahl des Arztes sollte man dessen Qualifizierung überprüfen, denn bei nicht kompetenten Personen, kann es zu Verbrennungen oder gar zu Narbenbildung kommen.

Weitere Einsatzgebiete der IPL-Technik

Mit Hilfe des IPL-Verfahrens können allerdings auch weitere Probleme behandelt werden, wie beispielsweise Akne oder Pigmentflecken. Ein positiver Nebeneffekt der IPL-Methode ist jener der Hautverjüngung. Die Wärmewirkung des Geräts entfaltet sich in der Unterhaut und gleicht somit Falten aus bzw. wirkt diesen entgegen. Falten bilden sich aufgrund der nachlassenden Kollagenproduktion. Bei den Temperaturen der IPL-Technologie (60° Celsius) werden vermehrt Kollagen und Elastin von den Körperzellen ausgeschüttet. Der Selbstheilungsprozess der Haut wird somit in Gang gesetzt. Erste Ergebnisse sind nach ungefähr sechs Behandlungen sichtbar.

Fazit: Wie auch die Lasertechnik, erzielt das IPL-Verfahren bei weißhäutigen Menschen mit dunklen Haaren bessere Ergebnisse. Mittlerweile gibt es allerdings auch Geräte, welche sich für Menschen mit hellen Haaren eignen. Die IPL-Methode ist schmerzfrei und äußerst effektiv. Jeder hat die Möglichkeit, sich ein IPL-Gerät zu kaufen und dieses auch zu benutzen – die Wahl des Arztes sollte deshalb gut durchdacht sein. Am besten man entscheidet sich für ein Fachinstitut. Welche Methode nun die beste ist, lässt sich schwer sagen da beide im Prinzip ähnlich sind. Allerdings wird das IPL-Verfahren von Kunden als angenehmer empfunden.

Laser Haarentfernung

Laser Methode

Die Lasertechnik ist ähnlich wie die IPL-Technologie. Sie funktionieren im Prinzip gleich: Mit Hilfe von Licht wird die Wärme in der Haarwurzel in Hitze umgewandelt und schließlich verödet. Auch hier werden die Haare dauerhaft am Wachsen gehindert. Da das Licht des Lasers ausreichend Melanin benötigt um die Haarwurzel zu erreichen, eignen sich dunkle Haare besser. Sowohl beim Lasern als auch mit der IPL-Technologie sind mehrere Behandlungen notwendig und beide kosten daher mehr als übliche Haarentfernungsmethoden. Im Gegensatz zur IPL-Technologie, können Laser ausschließlich von Experten bzw. zugelassenen Ärzten verwendet werden. In einem Vorgespräch testet der Arzt das Gerät an einer unauffälligen Stelle des Patienten und stimmt die Parameter auf das Gerät ab. Damit werden die möglichen Risiken auf ein Minimum reduziert.

Achtung: Auch hier ist auf die Qualifikation des Arztes zu achten. Bei unerfahrenen Ärzten kann es sowohl zu Verbrennungen als auch zu Narbenbildungen kommen.

Besonders Frauen wünschen sich eine glatte, samtweiche, lang anhaltende haarfreie Haut – aber auch bei Männern ist dieser Trend kein Tabu-Thema mehr. Dank moderner Techniken gehört das schmerzhafte Entwachsen oder die tägliche Nassrasur vielleicht schon bald der Vergangenheit an.

Obwohl diese Methoden und viele weitere, wie beispielsweise Enthaarungscremes oder Epilierer zwar dasselbe Ergebnis erzielen, schmerzen diese häufig und sorgen nur vorübergehend für eine glatte und haarfreie Haut. Eine dieser neuen Methoden ist die Lasertechnologie. Mit Hilfe eines Hochfrequenzlasers werden die Körperhaare relativ schmerzlos und sauber entfernt. Im Prinzip können alle Körperzonen behandelt werden, sogar der Intimbereich.

Warum entscheiden sich Männer und Frauen für eine Laser-Haarentfernung?

De Gründe können unterschiedlich sein. So leiden beispielsweise viele Frauen unter einem Damenbart oder starkem Haarwuchs an den Beinen. Viele haben auch einfach keine Lust mehr auf regelmäßiges Rasieren oder Entwachsen. Bei Männern sind es häufig die Rücken-, Brust- oder Bauchhaare, die entfernt werden sollen.

Wie funktioniert eine Laser-Haarentfernung?

Wer sich für eine Laser-Haarentfernung entscheidet, wird zwar am ersten Tag Ergebnisse sehen können, allerdings sind mehrere Sitzungen notwendig – ungefähr vier bis acht im Abstand von zwei bis sechs Wochen. Es können allerdings auch mehr sein, besonders die Dicke und die Farbe der Haare spielen eine entscheidende Rolle. Dabei wird ein Laserhandapparat Stück für Stück über den Körperbereich geführt. Dieser sendet Strahlen aus, welche tief unter die Haut eindringen.

Die Haare leiten die Wärme des Lasers bis in die Haarwurzel weiter, diese wird erhitzt und es kommt schließlich zur Verödung des Haarfollikels. Die eigentliche Operation dauert in der Regel nur einige Minuten und kostet zwischen 50 Euro und 150 Euro pro Sitzung. Die Kosten ergeben sich aus der Anzahl der zu entfernenden Haare und dem Lasergerät, wie beispielsweise Alexandrit-, Dioden- oder Rubinlaser. Die Behandlung wird in darauf spezialisierten Kliniken und Praxen durchgeführt.

Wer ist dafür geeignet?

Nicht jeder Haut- und Haar-Typ ist für die Operation geeignet. So ist das Ergebnis bei blonden, weißen oder grauen Haaren in der Regel nicht so gut wie bei dunklen, im besten Fall schwarzen Haaren. Dieses enthält nämlich mehr Melanin, welches für die braune oder schwarze Färbung verantwortlich ist. Die dunkle Haarfarbe unterstützt die Hitzewirkung und sorgt für eine optimale Verödung der Haarwurzel.

Vorgespräch

In der Regel findet zwischen dem Arzt und der Patientin bzw. dem Patienten ein Vorgespräch statt. Dabei wird unter anderem über die möglichen Erfolge gesprochen. Außerdem testet der Arzt, ob der Kunde überhaupt dafür geeignet ist und welches Lasergerät zum Einsatz kommt. Des Weiteren klärt er oder sie über die Kosten sowie Risiken und Nebenwirkungen auf.

Vorbereitung

Ungefähr sechs Wochen vor der Behandlung sollte man auf das Zupfen und Entwachsen verzichten. Am Vor- und Behandlungstag ist es außerdem wichtig, kein Make-Up aufzutragen und keine Öle oder Cremes zu verwenden. Des Weiteren sollte man darauf achten, dass die Haut nicht gebräunt ist, da diese sonst verstärkt das Laserlicht anziehen würde, was wiederum zu Verbrennungen führen könnte.

Am Tag der Behandlung sollte das Haar nicht kürzer als 0,5 Zentimeter sein, denn der Laser benötigt eine Art Lichtleiter um die Haarwurzel zu erreichen. Bei zu langem Haar kann die Behandlung etwas mehr schmerzen, deshalb empfiehlt es sich die Haare am Vortag mit einer Schere etwas zu kürzen.

Nach der Behandlung

Für ungefähr drei Wochen sollte man kein Sonnenbad nehmen und weder in das Solarium noch in die Sauna gehen. Wer dennoch UV-Strahlen ausgesetzt ist, muss darauf achten einen hohen Sonnenschutzfaktor (z.B. LSF 50) aufzutragen.

Schmerzen, Risiken und Nebenwirkungen

Die Lasertechnologie verläuft eigentlich problemlos und verursacht in der Regel keine Schmerzen. Es kann höchstens ein wenig brennen und die Hautpartie könnte sich eventuell erröten. Durch den Einsatz moderner Geräte wird die Haut während des Vorgangs zusätzlich gekühlt und geschont. Außerdem kann es zu Schwellungen kommen, diese sollten aber bereits nach kurzer Zeit wieder verflogen sein.

Im schlimmsten Fall, beispielsweise bei nicht korrekter Anwendung, können Verbrennungen auftreten oder es kann zu Narben und lang anhaltenden Pigmentverschiebungen kommen. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass eine Rasur, ein Epilierer oder andere Methoden der Haarentfernung weitaus schmerzhafter sein können. Nebenwirkungen sind bis dato nicht bekannt.

Krankenkasse

Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Unter Umständen allerdings schon, wie beispielsweise bei einem krankhaften Haarwachstum (Hirsutismus). Hierfür benötigt man allerdings ein ärztliches Gutachten. Sollte die Krankenkasse für die Kosten aufkommen, hat man in der Regel keinen Anspruch auf eine Lasertherapie bzw. eine IPL-Behandlung. Die übliche Methode ist die Nadelepilation, auch deshalb, da die Laserbehandlung noch nicht als Kassenleistung zugelassen ist.

Wachsen die Haare wieder nach?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Viele Ärzte meinen, dass der Großteil der Haare zwar nicht mehr nachwachsen würde, es aber zu erneutem Haarwuchs kommen kann – ungefähr nach einem Jahr. Grundsätzlich bilden die verödeten, für das Wachstum verantwortlichen Zellen, keine neuen Haare mehr. Man sollte sich dennoch nicht zu viel erwarten. Ein vernünftiger Arzt weist in der Regel daraufhin, dass es auch hier Grenzen gibt.

Wie findet man einen guten Arzt?

Um sicherzugehen, dass das Ergebnis dem eigenen Wunsch entspricht und die Risiken auf ein Minimum reduziert werden, sollte man auf einen guten Dermatologen setzen. Es ist deshalb empfehlenswert sich im Internet ausreichend über den Arzt bzw. die Ärztin zu informieren. Dabei bieten viele Foren eine Austauschmöglichkeit. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Arzt oder die Ärztin Mitglied bei der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL) ist oder gar ein Zertifikat zur Dermatologischen Lasertherapie (ausgestellt durch das DDA) nachweisen kann.

Sind Geräte für zu Hause geeignet?

Viele Hersteller bieten seit geraumer Zeit unterschiedliche Geräte für die Selbstbehandlung an. Besonders im Internet findet man zahlreiche vermeintliche Schnäppchen. Das Ergebnis ist allerdings bei weitem nicht mit dem einer professionell ausgeführten Behandlung zu vergleichen. Die Geräte sind schlicht und einfach nicht so effektiv. Des Weiteren sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass außerdem ein erhörtes Verletzungsrisiko besteht.

Fazit: Die dauerhafte Haarentfernung mit dem Laser ist durchaus sinnvoll und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Allerdings sollte man sich im Vorfeld ausreichend mit dem Arzt unterhalten, denn nicht jeder Haut- bzw. Haar-Typ ist für die Operation geeignet – dabei spielt vor allem das Pigment Melanin eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sollte man eine Behandlung nur dann in Erwägung ziehen, wenn ausreichend dunkles Haar vorhanden ist.

Alternativ sollte man eine IPL Haarentfernung in Betracht ziehen.

Philips Lumea Test

Hier folgt ein Philips Lumea Test.

Silk n Glide Test

Hier folgt ein Silk n Glide Test.

Exkurs: weitere Methoden der Haarentfernung

Rasur

Die Rasur ist nach wie vor die wohl beliebteste Methode, auch deshalb, da sie am günstigsten ist, schnell erledigt und jede Körperstelle damit behandelt werden kann. Dabei ist es besonders wichtig, Haare sowie Haut darauf vorzubereiten. Es ist beispielsweise ratsam, diese mit warmem Wasser anzuwärmen, das macht die Haare etwas weicher. Wenn diese zu lang sind, sollte man diese im Vorfeld kürzen, das verhindert außerdem eine Verstopfung der Klinge. Zunächst wird ein Rasierschaum aufgetragen, dieser sollte allerdings keine Duft-und Konservierungsstoffe enthalten, denn diese können die Haut zusätzlich irritieren. Im besten Fall sollte der Schaum die Haare bzw. die Haut auf die Rasur vorbereiten. Nach der Rasur sollte man einen hautschonenden, alkoholfreien Balsam auftragen. Auf fetthaltige Cremes sollte man allerdings verzichten. Gut eignet sich beispielsweise ein Balsam mit Aloe Vera Extrakt. Der Nachteil der Rasur ist der, dass nach ungefähr zwei bis drei Tagen die Haare wieder zu sprießen beginnen und es zudem zu kleinen Pickelchen auf der Haut kommen kann. Letztere können durch regelmäßige Peelings verhindert werden.

Tipp: Man sollte nicht an den Klingen sparen. Die darauf verbliebenen Hautschuppen sind in feuchter Umgebung, wie beispielsweise im Badezimmer, ein optimaler Bakterienträger und können im schlimmsten Fall gar Entzündungen hervorrufen.

Warm- und Kaltwachs

Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, ihre Haare zu entwachsen und das obwohl die Methode eher weniger beliebt ist. Das kommt daher, da sie sehr schmerzvoll sein kann. Dabei wird eine warme oder kalte Wachsmasse auf die Haut aufgetragen. Diese umschließt die Haare und wird, sobald das Wachs ein wenig abgekühlt ist, in einem Ruck heruntergezogen. Die Wachsstreifen werden grundsätzlich immer flach und entgegen der Wuchsrichtung abgezogen, damit verhindert man, dass Stoppeln zurückbleiben. Grundsätzlich ist das Entwachsen besser geeignet als die Rasur, da der Vorgang nicht so oft wiederholt werden muss – das Ergebnis hält länger an. Man sollte es aber von einem Spezialisten, wie beispielsweise einer Kosmetikerin durchführen lassen. Das ist in der Regel zwar etwas kostspieliger, allerdings ist das Ergebnis besser und ähnlich wie beim Pflaster, fällt es Außenstehenden leichter den Streifen abzuziehen. Ob man sich nun für warmes oder kaltes Wachs entscheidet spielt keine allzu große Rolle. Viele bevorzugen warmes Wachs, da dieses die Haut vor dem Abziehen etwas entspannt. Mit kaltem Wachs geht es allerdings schneller und man schmiert nicht so viel.

Tipp: Wer sich dennoch lieber selbst die Haare entwächst, der sollte gründlich und hygienisch vorgehen, denn es kann unter Umständen zu Pilzen und Infektionen kommen.

Sugaring

Das Sugaring ist eine relativ sanfte Haarentfernungsmethode mit dauerhaftem Erfolg. Auch bei diesem Verfahren werden die Haare samt Wurzel entfernt. Dabei wird eine Zuckerpaste aufgetragen, welche im Gegensatz zum Warm- bzw. Kaltwachs nicht entgegen, sondern in Wuchsrichtung abgezogen wird. Sugaring erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit, zum einen da das Ergebnis mehrere Wochen anhält, zum anderen da es relativ schmerzlos abläuft. Auch hier können die Kosten unterschiedlich sein, es kommt aber vor allem darauf an, ob es zu Hause oder ein einem Kosmetiksalon durchgeführt wird. In einem professionellen Studio kostet eine Behandlung je nach Körperzone in etwa zwischen zwanzig und fünfzig Euro. Die Paste enthält zahlreiche wundheilende Wirkstoffe, weshalb diese besonders bei Patienten mit Akne oder Schuppenflechte eingesetzt wird.

Tipp: Die Zuckerpaste ist sehr klebrig. Aufgrund dessen ist ein wenig Übung erforderlich. Es ist daher empfehlenswert, zunächst ein Kosmetikstudio zu besuchen, ehe man selbst Hand anlegt. Damit sollte auch eine saubere Haarentfernung zu Hause möglich sein.

Epilierer

Neben dem Entwachsen zählt auch das Epilieren zu den schmerzvollen Methoden. Dabei werden die Haare samt Haarwurzel mit einer rotierenden Walze entfernt – diese enthält je nach Gerät bis zu achtzig Minipinzetten. Mit Epiliergeräten spart man einiges an Zeit da keine Vorbereitung, wie beispielsweise das Aufweichen der Haare nötig ist. Das Ergebnis ist unterschiedlich, kann aber bis zu mehreren Wochen anhalten. Die Haare sollten mindestens 0,5 Millimeter lang sein, andernfalls schaffen es nur bestimmte Epiliergeräte diese zu fassen. Das Epilieren zählt zu den relativ günstigsten Methoden – gute Geräte kann man schon ab ungefähr fünfzig Euro kaufen. Auch hier sollte man das Gerät nach dem Einsatz pflegen und sauber halten, da die verbliebenen Haare auf oder in dem Gerät ein guter Nährboden für Bakterien sind. Durch das Epilieren kann es schnell zur Errötung von Hautpartien kommen, weshalb besonders Menschen mit sensibler Haut vorsichtig sein und diese nach der Behandlung ausreichend pflegen sollten.

Tipp: Es gibt mittlerweile Geräte, welche mit einem Kühlsystem ausgestattet sind. Dieses soll die Schmerzen während dem Epilieren lindern. Nach der Behandlung kann man kühle, in Kamillentee getränkte Waschlappen auflegen.

Achtung: Der Epilierer ist zwar effektiv, allerdings sollte man ihn weder unter den Achseln noch im Intimbereich nutzen – an diesen Stellen ist der Körper besonders schmerzempfindlich.

Enthaarungscremes

Bei dieser Methode wird eine Creme, mit dem in der Verpackung enthaltenen Spachtel, auf die Haut aufgetragen. Die Inhaltsstoffe können das Keratin, ein Hauptbestandteil des Haares, auflösen. Nach dem Auftragen sollte diese in etwa zehn bis 20 Minuten einwirken, danach kann die Creme entfernt werden. Allerdings werden die Haare nur an der Oberfläche entfernt und wachsen, wie auch bei der Rasur, schnell wieder nach. Neue Produkte beinhalten außerdem haarwuchshemmende Inhaltsstoffe, welche das Wachstum ein wenig verzögern. Besonders gut lassen sich die Haare an der Oberlippe, an den Achseln oder in der Bikinizone entfernen. Von größeren Flächen ist allerdings abzuraten, da diese mehr Paste benötigen und die Cremes relativ teuer sein können. Wer allergisch auf die Zusatzstoffe reagiert und diese nicht durch eine andere Methode ersetzen möchte, kann vor der Behandlung eine Schicht Vaseline auftragen, diese schützt die Haut ohne die gewünschte Wirkung zu stehlen.

Tipp: Vor dem Auftragen sollten die Cremes auf der Haut getestet werden, beispielsweise am Knie oder am Ellenbogen. Nicht selten kommt es zu einer allergischen Reaktion.

Nach einer Haarentfernung

Für welche Methode man sich im Endeffekt entscheidet ist jedem selbst überlassen. Allerdings gibt es einiges, das man berücksichtigen sollte. Nicht nur vor, sondern auch nach einer Behandlung sollte man großen Wert auf Hygiene legen, da die Haut leichter reizbar ist und Bakterien somit einfacher Schaden anrichten können. Außerdem sollte man nicht in die Sauna oder in das Fitnessstudio gehen, kein Sonnenbad nehmen und wenn möglich Chlorwasser vermeiden.

Fazit: Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Die Rasur ist wahrscheinlich die günstigste Methode, allerdings sprießen die Haare schnell wieder. Sowohl das Entwachsen als auch das Epilieren sind sehr effektiv und ermöglichen für mehrere Wochen eine glatte Haut, jedoch sind diese sehr schmerzhaft. Die Lasertherapie und die IPL-Technologie zählen wahrscheinlich zu den beliebtesten und erfolgreichsten Methoden. Sie können Haare dauerhaft entfernen, indem sie die Haarwurzel veröden. Wenn man bedenkt, dass man pro Sitzung bis zu 100 Euro bezahlen muss, sind diese im Gegensatz zu üblichen Haarentfernungsmethoden allerdings wesentlich teurer.

Kosten der Haarentfernung

Hier folgen Informationen zu den Kosten einer dauerhaften Haarentfernung.


Die besten Haarentferner - Unsere Favoriten*

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Bewertung
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4.3 von 5 Sternen 4.3 (217)